FAQ - Frequently Asked Questions

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FAQ - Frequently Asked Questions

Beitrag von NAS - Admin » So 1. Mär 2015, 21:44

FAQ - Frequently Asked Questions
Vorwort
Da von Einsteigern in der Regel immer mal wieder die selben Fragen auftauchen, haben wir dieses kleinen Guidezusammen gestellt. Das Ganze ist wie ein FAQ aufgebaut (und wird ggf. gelegentlich ergänzt), teils durch eigene Standpunkte ergänzt.
Natürlich entbindet euch das nicht davon, ich ggf. selbst auch noch ein wenig schlau zu machen. Grad die rechtliche Seite ist hier nicht die Durchsichtigste.

1. Waffe, Markierer, Spielzeug? Was ist was und was kann was?
Grundsätzlich wird in Deutschland zwischen drei verschiedenen Kategorien unterschieden, was Airsoftwaffen angeht:
- unter 0,08Joule: frei käuflich ab dem 3. Lebensjahr. Viele dieser Modelle sind die sogenannten Minis, welche wirklich eher, von der Größe her, in Kinderhände gehören. Durch die verkleinerte Bauart gelten diese auch nicht als Anscheinswaffen (bezieht sich aber nur auf die Minis!!!). Diese Modelle dürfen alle vollautomatisch schiessen.
-über 0,08 und unter 0,5Joule: laut EU-Gesetz stehen diese Modelle eigentlich ähnlich da, wie die 0,08J Modelle, sprich als Spielzeug. Allerdings ist es mittlerweile so, dass man diese Modelle hierzulande erst mit dem 14. Lebensjahr erwerben kann. Dazu kommt seit dem 01.04.2008 der Anscheinswaffenparagraph, welchem so gut wie alle Modelle dieser Gruppe unterliegen. Auch diese dürfen vollautomatisch schiessen.
-über 0,5 und unter 7,5Joule: die freien Waffen. Diese sind ab dem 18. Lebensjahr frei erhältlich. Die Modelle müssen alle (!) Markings aufweisen. So sollte zumindest das “F” im Fünfeck auf der Waffe zu finden sein. Mittlerweile wurden die Markings auf Importeursangaben und das Kaliber ergänzt. Bei Einigen findet man dazu auch noch eine max. Jouleangabe und die Modellbezeichnung. Diese Waffen dürfen in Deutschland nur halbautomatisch schiessen.
Ob man die Waffe übrigens Waffe, Markierer, Kniffte, Knallstock oder was auch immer nennt, ist egal. Den Begriff “Markierer” findet man mittlerweile öfter. Liegt vielleicht/wahrscheinlich daran, dass es harmloser klingt wie “Waffe”. Markierer hingegen findet man allerdings eigentlich nur beim Paintball - dort wird markiert, bei uns gibt s den “HIT”.

2. Spring, (S-)AEG, EBB, GBB, NBB?
Hierbei unterscheidet man die “Energiequelle”, die eure BB aus dem Lauf treibt.

Spring: Wie der Name schon sagt: Federdruck. Dies sind Einzelschussrepetierer, welche nach jedem Schuss per Hand neu gespannt/geladen werden müssen.

(S-)AEG: Die Elektrofraktion. Die Abkürzung hat nichts mit dem bekannten Elektrohersteller zu tun, sondern steht lediglich für Automatic Electric Gun. Sollte die Waffe mehr wie 0,5J haben, wird sie zur S(emi)-AEG. Bei diesen Modellen versorgt ein Akku einen Motor, der dann eine Feder in der Antriebsbox (Gearbox) aufzieht und löst, so dass der Schuss zustande kommt.

EBB: EBBs sind eine kleine Untergruppe der AEGs, bei denen beim Schuss ein kleiner Rückstoss (oder auch nur das Öffnen und Schliessen des Verschlusses) erzeugt wird. Die Abkürzung steht für Electric/Electronic BlowBack. Von den Systemen gibt es mittlerweile auch einige verschiedene, wie dieser EBB erzeugt wird.
EBBs sind ein zweischneidiges Schwert. Die eine Hälfte der Spieler findet es toll, dass man ein Feedback der Waffe erhält, wogegen die andere Hälfte eher die Meinung vertritt, dass dieses Feedback verschwindend gering ist und zusätzlich auch noch für diesen Energie aufgebracht werden muss.

GBB: GBB Modelle gibt es als Gewehre (dann meist als GBBR bezeichnet) und als Pistole. GBB bedeutet nichts anderes wie Gas BlowBack (und Gas BlowBack Rifle). Diese Waffen benötigen zum Antireb ein Softairgas oder CO², welches teils in den Magazinen, teils in der Waffe selbst in einem Tank gespeichert wird. Beim Schuss repetieren diese dann selbstständig, so dass sie auch halbautomatisch schießen können.

NBB: NBBs sind der Gegenpart zu den GBBs. Waffen diesen Typs verfügen über keinen Blowback (Non BlowBack), was sich teilweise in absurden Mündungsenergien widerspiegelt. Wie die GBBs verwendet die NBBs Softairgas oder CO² als Antrieb.

2.1 Der Akku (für die AEG/S-AEG)
Hier unterscheidet man zwischen verschiedenen Bauformen und Zellentypen.

Die verschiedenen Bauformen könnt ihr euch am besten in den Weiten des Internets (bzw. den Shops) angucken. Hier gibt es mittlerweile eine recht große Auswahl, so dass es hier den Rahmen sprengen würde, jede einzelne Form zu beschreiben. Meist steht bei den Waffen aber auch dabei, welche Bauform der Akku haben muss, um gleich zu passen.

Bei den Zellentypen gibt es im Großen und Ganzen vier verschiedene Arten. Dies soll euch nur einen kleinen Überblick geben:

NiCd: Der klassische Akku. Diese Akkus sind leider anfällig für den Memoryeffekt. Sie werden auch heute kaum mehr genutzt, wenn überhaupt, dann liegen sie billigen 08/15 Modellen bei.

NiMh: Der Standard. Ähnlich wie die NiCd Akkus, gibt es diese schon eine ganze Zeit. Theoretisch sollen diese Akkus keinen Memoryeffekt mehr haben, was sich aber mit der Praxis (wenn auch über einen längeren Zeitraum) widerspricht. Diese Akkus bekommt man in der Regel überall und teilweise auch recht preiswert.

Diese beiden Typen, NiCd und NiMh, haben den Nachteil, dass sie ihre Leistung nicht konstant abgeben können. Heißt, voll geladen fangen sie bei 100% an und gehen dann kontinuierlich mit ihrer Leistung runter, bis sie entladen sind. Dem gegenüber steht der Vorteil, dass Beide recht unempfindlich gegen Tiefentladung sind. Wenn man also den Akku auch (fast) leer noch nutzt, schadet es ihm nicht so extrem (wie LiPos) und sie lassen sich danach wieder ganz normal laden.

LiPo: Einer der neuen Akkus. Allerdings ist dieser Akkutyp sehr anfällig gegen Tiefentladung! Deswegen sollte so ein Akku immer mit einem LiPo Saver genutzt werden, einem kleinem Gerät, was dann im Spiel die Spannung des Akkus überwacht und signalisiert, wenn der kritische Punkt erreicht ist. Hier gibt es auch keinen nennenswerten Memoryeffekt mehr.

LiFePo: Vom aktuellen Standpunkt aus, wohl dir Spitze der Pyramide. Dieser Akkutyp ist, ähnlich wie der NiMh, nicht (so) anfällig gegen Tiefentladung (wie LiPos), hat (theoretisch) keinen Memoryeffekt und bietet die Vorzüge der aktuellen Akkugeneration.

LiPo und LiFePos haben eins gemein, was sie gleich von den älteren Akkus abhebt: Sie geben ihre Leistung konstant ab. Sie beginnen geladen bei 100% und halten das dann bis kurz vorm Entladen sein.

Entgegen vieler “Expertenmeinungen” kann man mit einem Akku, der einen höheren Spannungs- oder Stromwert hat, nicht die Schusskraft der Waffe beeinflussen. Viel mehr verhält es sich so:
Je mehr Spannung, umso schneller dreht der Motor (und ist dann mit einem Schusszyklus durch).
Je mehr Strom, umso länger hält der Akku im Spiel (oder aber, umso mehr Schüsse kann ich mit dem Akku abgeben).

Bei S-AEGs raten wir mindestens zu einem 9,6V NiMh/7,4V LiPo! So reduziert man dann auch die Gefahr eines Gearjams.

3. Highcap, Drummag, Lowcap, Midcap, Milsim Mag
Alle diese Bezeichnungen gehören zu verschiedenen Magazintypen:

Highcap: Das Sprayermagazin. Diese Magazine zeichnen sich durch eine hohe Kapazität aus. Befüllt werden diese in der Regel einfach durch eine Klappe, wodurch die Bbs einfach eingefüllt werden. Nach dem Befüllen, muss man dann entweder an einem Rädchen drehen oder mit einem Aufziehwerkzeug aufdrehen. Am Boden des Magazins befindet sich bei diesem Typen ein Mitnehmer/Förderrad, der/dass dann über eine Feder gespannt, stetig Bbs in den Zuführschacht befördert. Solange bis man wieder erneut aufziehen muss.
Diese Magazine sind bei vielen Spielern und Teams nicht gern gesehen. Und sie haben den negativen Nebeneffekt, dass sie laut rascheln, wenn sie nicht mehr komplett voll sind.

Drummag: Als Drummag bezeichnet man die Container- oder Trommelmagazine, welche z.B. bei MG Modellen Verwendung finden. Von diesem Typ gibt s allerdings einige Antriebsvarianten, auf welche wir hier nicht eingehen.

Lowcap/Midcap: Dies wird die wohl am meisten verbreitetste Magazinart sein, welche im Airsoft genutzt wird. Der Unterschied zwischen den Beiden liegt in der Kapazität: als Lowcap bezeichnet man meist Magazine, bis 90-110 Schuss. Danach kommen dann die Midcaps. Anderst als bei den Highcaps, befindet sich in diesen Magazinen nur ein Zuführschacht, in dem eine Feder sitzt, die dann die Bbs rausdrückt. Die Bbs müssen bei diesen Typen direkt in diesen Schacht geladen werden, mittels Loadingtool oder von Hand.

Milsim Magazine: Milsim ist eine der verschiedenen Spielarten von Airsoft. Dabei soll alles soweit wie möglich an die Realität angelehnt sein… ebenso die Magazinkapazität. Die Funktion ist die selbe, wie bei den Low-/Midcaps.

4. Was brauch ich noch? Westen und Co.
Für den Anfang eigentlich erstmal nicht viel. Auch wenn bei uns vielleicht manche Ausrüstung toll aussehen mag, seid euch gewiss: Auch wir hatten diese nicht von Anfang an und haben rumprobiert, gekauft, verkauft, getauscht, bis es zu dem aktuellen Bild kam. Und selbst daran finden wir nach monatelangem Tragen/Spielen oft auch noch Punkte, die uns nicht so gefallen und geändert werden.

Im Prinzip lässt sich bei den Westen in zwei grosse Typen unterscheiden:

- fertig zusammengesetze Modelle. Nachteil bei diesen ist der, dass man in der Regel ziemlich an das gebunden ist, was man gekauft hat. Soll s mal vom M4 zur HK417 gehen? Super, neue Weste her, da die Magazintaschen zu klein sind. Es gibt von den fertigen Modellen mittlerweile allerdings auch welche, bei denen man (meist an der Seite oder im Brustbereich) noch ein paar Flächen Molle hat und so wenigstens noch ein paar andere Sachen einbringen kann. Vorteil ist hierbei natürlich: der Aufwand. Man kauft sich eine Weste und das war es. Das schlägt sich oft auch im Preis nieder.

- modulare Modelle: Der grosse Vorteil: Man bestückt sich seine Weste, wie man s grad braucht. Und soll s mal ne neue Waffe sein? Kein Problem, einfach die alten Taschen ab und die neuen dran, dank Molle und Co. Überhaupt kein Problem. Nachteil ist natürlich der Preis. Man kauft die Weste… und die Tasche… und die Tasche… und die Tasche…

Die beiden Typen kann man dann noch unterscheiden zwischen Westen, wie den Ciras-Typen, Platecarriern, Chestriggs, Combatbelts, usw. . Hier sind wir natürlich auch gerne bereit, euch ein paar Tips zu geben, was wie wo Sinn machen könnte. Aber dieses wird im Endeffekt eure Baustelle - denn ihr müsst euch mit eurer Ausrüstung wohlfühlen, nicht wir.

5. Was für eine Waffe solls sein?
Gute Frage. Ähnlich wie bei den Westen: Eure Baustelle. Jeder hat hier sicherlich seinen eigenen Geschmack, welches Design ihm besser gefallen wird. Was dann allerdings die Hersteller angeht, da kommen wir dann bei der Frage ins Boot.
Grundsätzlich dazu: You get, what you pay for!

(Mittlerweile haben sich AR15/M4/M16 Modelle des Herstellers ICS bei uns eingenistet. Vielleicht auch ein Zeichen von Qualität?)

6. BBs?
BBs sind unsere Munition. Bbs sind mittlerweile in vielen verschiedenen Gewichtsklassen und Oberflächen erhältlich. Zudem gibt es noch den Unterschied zwischen Bio Bbs und “Normalen” BBs. Bio Bbs lösen sich im Laufe der Zeit von allein auf, sei s durch UV-Licht der Sonne, durch Feuchtigkeit, usw.
Die Gewichtsklassen werden von der Energie der Waffe aus festgemacht. Schwächere Waffen bekommen natürlich nur leichtere Bbs, stärkere die schwereren Bbs. Wobei hier auch noch die Faustformel gilt: Je schwerer - um so genauer - um so kürzer die Flugbahn; Je leichter - um so ungenauer - um so weiter die Flugbahn.

7. Hop Up / BAX
Das Hop Up (HU) oder BAX sind unsere Möglichkeit, ein wenig mehr Reichweite aus dem Schuss zu bekommen. Die HU Unit sitzt am Innenlauf der Waffe. In der Unit befindet sich ein Gummi, welches, je nach Einstellung, mehr oder weniger in den Lauf ragt. Rutscht nun beim Schuss die BB am Gummi entlang, wir diese in Rotation versetzt (wie bei einer scharfen Waffe, der Lauf mit den Zügen). Auf diesen physikalischen Effekt gehen wir hier aber nicht näher ein, dass kann Tante Google oder Onkel Wiki besser und ausführlicher erklären.
Das BAX funktionier nach dem gleichem Prinzip, nur hat man hier zwei Nasen, die die BB rotieren lassen. Ob dieses dann mehr Reichweite bringt oder eher mehr Energie nimmt, lassen wir mal dahin gestellt.

8. Wie transportiere ich meine Waffe?
Einfach kurz und knapp: in einem VERschlossenem Behältnis. VERschlossen heisst für den Gesetzgeber: abgeschlossen! Einfach nur den Reisverschluss zu wäre dann GEschlossen.
Es spielt hier aber keine Rolle, ob ihr eine Zargesbox dafür nutzt, ein Futteral, eine Reisetasche, einen Gitarrenkoffer oder was auch immer. Wichtig außerdem: die Waffe muss während des Transports vom Antrieb (also Akku, Gas) und Magazin getrennt VERschlossen sein.

9. Tarnmuster
Während ihr euch eure Ausrüstung nach eurem Belieben zusammenstellen könnt, bestehen wir hier bei den Tarnmustern der Bekleidung auf unser Teammuster.

Dieses ist das bekannte Multicam. Multicam bietet, wie der Name schon vermuten läßt, einen recht guten Mix, aus den verschiedensten Tarnmustern und hat somit den Vorteil, in verschiedensten Gebieten genutzt werden zu können. (Allerdings muss es hier kein original Multicam sein, es reicht auch eine (China-)Kopie oder aber Camogrom.)

Wir sind als Team bemüht, bei Spielen mit Gästen, sei es bei uns oder auswärts, geschlossen in einem Muster aufzutreten.
Zu unseren Trainingseinheiten steht euch frei, auch andere Muster zu tragen. Einzig WK2 Ausrüstung/Bekleidung und/oder selbiges von Regimen oder Einheiten mit zweifelhafter Vergangenheit, lehnen wir strikt ab. Hierzu solltet ihr uns dann ggf. im Einzelfall zu befragen.

10. XY ist stinkig auf mich. Warum nur?
Sicher seit ihr die Neuen und auch von uns “Alten” kam keiner Airsoft spielend auf die Welt. Deswegen sind wir auch in der Regel gern bereit, auch an den gesammelten Erfahrungen teil haben zu lassen. Allerdings hilft auch bei einfachen Fragen teils einfach schon Google weiter. Und grad bei Geschmacksfragen oder offensichtlichen Fragen, kann s dann schon mal passieren, dass man nach dem zehnten Mal “Jaaaaaaaaa, die ICS ist besser als die DBOYS!”, dann auch erstmal nichts mehr weiter in seinem Postfach oder Thread zu dem Thema findet. Das passiert hier, genauso wie s in der restlichen Welt auch passiert.
Stand: 24.01.2016
"Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden."
Die Physiker | Friedrich Reinhold Dürrenmatt

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